Donnerstag, 7. September 2017

Medienkritischer Crashkurs

Jens Wernicke im Interview mit Walter van Rossum auf Telepolis:

Ja, lügen die Medien denn nun oder nicht?

Walter van Rossum über Wahrheit in den Medien, warum Journalisten oft Brandbeschleuniger sind und sich an geltende Sprachregelungen, Normen und Konventionen halten

Dass den Medien in bürgerlichen Demokratien auch und vor allem die Aufgabe der "Gedankenkontrolle" der Bürgerinnen und Bürger zukommt, hat Noam Chomsky, der meistzitierte Intellektuelle der Welt, in etlichen Publikationen herausgearbeitet und belegt. Diese Funktion der Medien wird - vor allem wohl aufgrund der Zunahme an Kriegen und gesellschaftlicher Segregation - für immer größere Bevölkerungsteile evident. Sie betiteln die Medien daher als "Lügenpresse", legen Programmbeschwerden ein und "basteln" sich ihre Informationen mehr und mehr aus den wenigen unabhängigen Medien und im Netz zusammen.

Wie aber ist es um "unsere" Medien tatsächlich bestellt? Welche Prozesse und Wirkungen zeichnen sich ab? Und ist das Wort "Lügenpresse" dummrechte Kritik und somit tabu? Das erklärt Walter van Rossum im Interview mit Jens Wernicke für das Buch "Lügen die Medien? Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung". Ein Auszug aus dem Buch, das gerade im Westend Verlag erschienen ist.